Self-Monitoring als Instrument in der Arbeit mit riskant agierenden jungen Menschen

Titel:

Self-Monitoring als Instrument in der Arbeit mit riskant agierenden jungen Menschen

Bearbeiter/-innen:

Prof. Dr. Menno Baumann

Laufzeit:

09/2015 bis 12/2017

Kooperationspartner:

Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe aus NRW und Niedersachsen (Stichprobe wird noch festgelegt).

Kurzbeschreibung:

Ausgehend von psychologischen Ergebnissen, die nahelegen, dass Feedback und vor allem Selbst-Reflexion für Veränderungsprozesse, die mehr als nur Anpassung darstellen, hoch bedeutsam sein kann, stellt sich die Frage, ob die Methode des Self-Monitorings geeignet ist, mit Kindern und Jugendlichen in schwierigen Fallverläufen einen Prozess anzustoßen, der die Kooperationsbereitschaft sowie das Verstehen des jungen Menschen erhöht.

„Self-Monitoring“ ist ein von mir in Anlehnung an das „Synergetische NavigationsSystem“, welches Günter Schiepek für die Arbeit mit erwachsenen psychisch Kranken entwickelt hat, erarbeitetes Instrument, mittels dessen in Kontexten der Intensivpädagogik junge Menschen an ihrem eigenen Hilfeverlauf beteiligt werden können. Der Ansatz Schiepeks erschien für die Arbeit mit den jungen Menschen zu komplex und auch die Auswertung für pädagogische Kontexte zu abstrakt.

Die Methode sieht vor, dass der junge Mensch jeden Tag einen Fragebogen mit Skalierungsfragen ausfüllt. Diese Daten werden in eine Excel-Datei übertragen, von wo aus sie entsprechend bestimmter Auswertungskriterien, die sich ebenfalls stark von Schiepeks Modell unterscheiden, berechnet und visualisiert. Alle dreißig Tage wird anhand dieser Grafiken ein Auswertungsgespräch mit dem jungen Menschen geführt.

Für die Untersuchung sind drei Hypothesen leitend:

  1. Feedback schafft Veränderung
  2. Durch Self-Monitoring erhalten die pädagogischen Fachkräfte eine unmittelbare Rückmeldung über den Verlauf von Hilfen
  3. Durch Berechnung von Varianzen in den Fragebögen können Phasenverläufe dargestellt und krisenhafte Zuspitzung erkennbar gemacht werden.

Wenn sich diese drei Hypothesen durch valide Ergebnisse belegen lassen, kann die Methode des „Self-Monitorings“ auf Grundlage der Ergebnisse als wirksames Instrument der Förderung von jungen Menschen mit massiven Problemen in der Emotionalen und sozialen Entwicklung eingestuft werden.

Fachliche Zuordnung:

Cluster III: Entwicklung, Evaluation und Implementierung

Mittelgeber/Förderer:

Eigenmittel der FFH