Interprofessionelle Zusammenarbeit in Einrichtungen des Gesundheitswesens live erleben – PuG in Stockholm

„Interprofessionelle Zusammenarbeit in Einrichtungen des Gesundheitswesens live erleben“,  war das Motto der Studienreise vom 25. – 28. April 2017 nach Stockholm. Dieses Projekt wird im Rahmen des Programms „Operation Team – Interprofessionelles Lernen in den Gesundheitsberufen“ von der Robert Bosch Stiftung gefördert.

Prof. Dr. Renate Adam-Paffrath von der Fliedner Fachhochschule, Thomas Rotthoff und Matthias Grünewald von der Heinrich Heine Universität besuchten in verschiedenen Kliniken Trainingsstationen für Studierende und externe ambulante Gesundheitszentren um sich über interprofessionelle Zusammenarbeit in der Praxis zu informieren.

Die hier gesammelten Erkenntnisse und Berichte der Personen vor Ort fließen direkt in die Lerneinheit des interprofessionellen Ernährungsmanagement in der stationären und häuslichen Versorgung  ein.

Ab Juni lernen Studierende des 6. Semesters des Studiengangs Pflege und Gesundheit, sowie die Medizinstudierenden des 7. und 8. Semesters der Heinrich Heine Universität gemeinsamen zu diesem Thema.

 „Aus den Erfahrungen der schwedischen Akteure lässt sich einiges auch für unsere Praxis in den Gesundheitseinrichtungen übertragen und wir freuen uns, dies an unsere Studierenden weiterzugeben“, so Prof. Adam-Paffrath, Studiengangsleitung Pflege und Gesundheit.

Von links:

Prof. Dr. Renate Adam-Paffrath (FFH),
Prof. Dr. Cristoff Zalpour (FH Osnabrück),
Irina Cichon (Robert Bosch Stiftung)

 

 

 

Mit dem Programm „Operation Team – Interprofessionelles Lernen in den Gesundheitsberufen“ unterstützt die Robert Bosch Stiftung bundesweit 17 regionale Kooperationsprojekte, die angehende Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten bereits in der Ausbildungsphase an die Kooperation in einem berufsübergreifenden Team vorbereiten sollen. Universitäten, Hochschulen und nichtakademische Ausbildungseinrichtungen konzipieren dafür gemeinsam neue interprofessionelle Lerneinheiten. Die strukturelle Verankerung und curriculare Integration der neuen Lernangebote stehen dabei im Fokus der Projektarbeit. Die Robert Bosch Stiftung stellte dafür rund 2 Millionen Euro zur Verfügung.

Hintergrund für das Programm „Operation Team – Interprofessionelles Lernen in den Gesundheitsberufen“ ist der Anstieg chronischer Krankheiten sowie die wachsende Bedeutung von Multimorbidität und Demenz. Im Rahmen der demografischen Entwicklung in Deutschland wird für eine älter werdende Gesellschaft eine patientenorientierte und interprofessionell abgestimmte Gesundheitsversorgung zunehmend wichtiger. Wer sich allerdings heute für einen Gesundheitsberuf entscheidet, bleibt sowohl während des Studiums als auch während der Berufsausbildung meistens unter seinesgleichen. Bis heute sind Medizin- oder Pflegestudium, Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung sowie Ausbildungen und Studiengänge der Therapieberufe fast ausschließlich monoprofessionell ausgerichtet. Mit ihrer Arbeit möchte die Robert Bosch Stiftung deshalb die interprofessionelle Kooperation zwischen den Gesundheitsberufen vorantreiben und dafür sorgen, dass die monoprofessionelle Bildungskultur aufgebrochen wird. Ziel ist eine strukturelle und curriculare Verankerung interprofessioneller Lernangebote.