Pädagogik für den Rettungsdienst (B.A.) – Studiengangsprofil

Aus dem am 1. Januar 2014 in Kraft getretenen Notfallsanitätergesetz (NotSanG) ergeben sich sowohl neue Notwendigkeiten der pädagogischen Qualifizierung der Lehrkräfte und Praxisanleiter/-innen als auch neue Chancen der akademischen Qualifizierung für berufserfahrene Personen in Bezug auf die breit gefächerten pädagogischen Aufgaben im Rettungswesen und im Bevölkerungsschutz.

Das Studium der Rettungsdienstpädagogik setzt an diesen neuen Qualifikationsbedarfen an.

Der berufsbegleitende Studiengang qualifiziert für berufspädagogische Aufgaben der Aus-, Fort- und Weiterbildung in den Bereichen des Rettungsdienstes, der Notfallmedizin und des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes sowie für sonstige bildende und beratende Tätigkeiten in Arbeitsfeldern des Rettungsdienstwesens. Entsprechend wird im Studiengang wissenschaftlich fundiertes Wissen für das Verstehen und die Weiterentwicklung rettungsdienstpädagogischer Fragestellungen vermittelt. Dazu gehört auch die Entwicklung einer wissenschaftlich fundierten Position für die eigene Rollenprofessionalität durch Reflexion des pädagogischen Handelns in enger Rückkoppelung mit der eigenen Lern- und Berufsbiografie.

Zentrale Wissenschaften sind die Bildungswissenschaf, die Gesundheitswissenschaften und die Notfallmedizin. Diese werden erweitert durch Grundlagenwissen in der Beratung, der Psychologie und der Ethik. Ebenfalls werden Kompetenzen im Bereich der qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden und Einblicke in entsprechende Forschungsbereiche vermittelt, wodurch ein Beitrag zur Weiterentwicklung der rettungsdienstpädagogischen Forschung geleistet werden kann.

Die didaktische Konzeption des Studiengangs stellt Fragen und Problemstellungen der Studierenden als Ausgangspunkt für die Aneignung von Wissen in den Vordergrund. Dieses soll sie befähigen, sich selbst mit dem gegenwärtigen und zukünftigen Handeln begründet auseinander zu setzen. Ziel ist es, im Prozess des Lernens die Vielfalt von wissenschaftlichen Erklärungen kennen zu lernen und deren Nutzen für einzelne pädagogische „Fälle“ einzuschätzen und zu erproben. Die Reflexion der rettungsdienstpädagogischen Haltung ist Bestandteil der Entwicklung einer eigenen pädagogischen Professionalität.