TrEiKo – Träger und ihre Kitas

Titel:Träger und ihre Kitas – Träger-Einrichtungs-Kooperation im Spannungsfeld von Steuerung und Unterstützung (TrEiKo)
  
Bearbeiter/-innen:Prof. Dr. Kirsten Fuchs-Rechlin
Sylvia Müller, Soziologin M. A.
Justus Peters, Sozialwissenschaftler M. A.
Prof. Dr. Nadine Madeira-Firmino
  
Laufzeit:10/2018 bis 09/2021
  
Kooperationspartner:Dr. Christiane Meiner-Teubner, Forschungsverbund DJI/TU Dortmund
  
Kurzbeschreibung:In den Debatten um Qualität in der frühen Bildung sowie angesichts vorliegender Befunde der empirischen Bildungsforschung besteht mittlerweile Konsens darüber, dass die Strukturqualität in Kindertageseinrichtungen (Kitas) ihren Niederschlag in der Prozessqualität findet. Dementsprechend beeinflusst die Strukturqualität (z.B. Fachkraft-Kind-Relation, Gruppengröße, Qualifikationsprofil des Personals) auch die Wirksamkeit frühkindlicher Bildung bezogen auf kindliche Entwicklungsmaße (vgl. Fuchs-Rechlin/Smidt 2015; Roßbach 2005). Disparitäten in der Strukturqualität von Kitas wurden bislang vorrangig vor dem Hintergrund unterschiedlicher landesrechtlicher Regelungen analysiert (vgl. Viernickel/Fuchs-Rechlin 2016). Der Beitrag der Träger für die Ausgestaltung der Strukturqualität und damit für die Rahmung der pädagogischen Arbeit in den Kitas ist hingegen kaum in den Blick geraten. Fasst man Strukturqualität sehr allgemein als situationsunabhängige, zeitlich relativ stabile Rahmenbedingungen pädagogischer Arbeit (vgl. Tietze et al. 2003, S.11), sind neben der Frage, welche Rolle Träger für die Ressourcenausstattung (z.B. Personal, räumlich-sächliche Ausstattung) der Einrichtungen spielen, auch Fragen der Steuerung und Unterstützung der Kitas durch die Träger und damit die Träger-Einrichtungs-Kooperation bedeutsam. Auch hierzu liegt kaum systematisches Wissen vor. Vor diesem Hintergrund soll in dem geplanten Forschungsvorhaben auf der Basis eines organisationssoziologisch ausgerichteten theoretischen Rahmens, der Frage nachgegangen werden, welchen Einfluss die Ausgestaltung der Träger-Einrichtungs-Kooperation und damit der Steuerungsaktivitäten und Unterstützungsleistungen auf die Strukturqualität in den Einrichtungen haben.Zur Beantwortung der forschungsleitenden Fragen wurde ein vierstufiges Untersuchungsdesign gewählt. Aufgrund des noch weitgehend unbearbeiteten Forschungsfeldes scheint zunächst ein exploratives Vorgehen angezeigt: Im Mittelpunkt des Vorhabens stehen regionale Vergleichsstudien, deren Befunde anschließend in einer bundesweiten, repräsentativen Trägerbefragung abgesichert werden sollen. Flankiert werden diese Befragungen durch Dokumentenanalysen. Um der Heterogenität der Trägerlandschaft Rechnung zu tragen, ist den Befragungen eine Sekundäranalyse amtlicher Daten zur Identifizierung von Trägertypen vorgelagert.

Ziele des geplanten Vorhabens bestehen darin, anschlussfähiges Wissen für die Praxis im Hinblick auf die genannten Fragestellungen zu generieren sowie Handreichungen für die Umsetzung in der Praxis zu entwickeln. Die besondere Herausforderung dürfte in den heterogenen Voraussetzungen und Anforderungen der Träger liegen. Vor diesem Hintergrund wird eine enge fachliche Begleitung des Forschungsvorhabens durch Vertreterinnen und Vertretern aus Fachpraxis und Fachpolitik in allen Phasen des Forschungsprozesses angestrebt. Das soll über die Bildung eines Fachbeirates realisiert und gewährleistet werden.

  
Fachliche Zuordnung:Cluster II
  
Mittelgeber/Förderer:Bundesministerium für Bildung und Forschung
  
Links:Forschungsverbund TU-Dortmund