Diversität, Interkulturalität und Antidiskriminierung

Interkulturelle Kompetenzen im Sozial- und Gesundheitswesen

Profil

Menschen die im Sozial- und Gesundheitswesen tätig sind tragen eine hohe Verantwortung. Sie leisten sowohl einen wertvollen Beitrag zur (Weiter-)Entwicklung ihrer Institution sowie auch zu gesamtgesamtgesellschaftlichen Prozessen. Sie verantworten wirtschaftliche, fachliche und personelle Prozesse und Maßnahmen und müssen dabei stets gesellschaftliche, politische Entwicklungen und Gegebenheit berücksichtigen und in der Unternehmensstruktur einbinden und abbilden.

Deutschland ist ein Einwanderungsland, die Gesellschaft wird zunehmend kulturell (und auch anderweitig) diverser. Wie bilden sich Diversität und Interkulturalität auf gesellschaftlicher Ebene ab, wie auf institutioneller? Welche Anforderungen ergeben sich aus der zunehmenden (kulturellen) Diversität – für Institutionen als auch für Führungskräfte? Spiegeln interne Strukturen die gesellschaftlichen Entwicklungsprozesse wider? „Interkulturelle Öffnung“ ist ein Terminus, der gegenwärtig häufig von Politiker*innen wie auch von Akteur:innen aus diversen Arbeitsfeldern vernommen werden kann.

Im viertägigen Blockseminar „Diversität, Interkulturalität, Antidiskriminierung und Interkulturelle Kompetenzen“ nähern wir uns schrittweise diesen Themen und Fragestellungen. Wir gehen zudem den Fragen nach, was interkulturelle Öffnung für die eigene Einrichtung bedeutet und welche Schritte es zur Umsetzung braucht. Dabei beleuchten wir, was es für jede:n Einzelne:n heißt, kultur- und diskriminierungssensibel zu arbeiten und welche Rolle dabei „interkulturellen Kompetenzen“ zukommt. Das gesamte Seminar ist praxisorientiert ausgerichtet; neben den theoretischen Anteilen fließen kontinuierlich Praxisbeispiele mit ein, zudem werden konkrete Handlungsoptionen für das eigene (zukünftige) Arbeitsfeld entwickelt. Das Seminar teilt sich in zwei Themenblöcke.

An den ersten beiden Tagen werden Asger Brandt, Gitte Plougmann und Rolf Eg Klint Sørensen vom VIA University College aus Dänemark einen Überblick über einen europäischen, skandinavischen und dänischen Ansatz für die Arbeit mit Migrations- und Integrationsfragen geben. Dabei gehen sie insbesondere auf die Unterschiede zwischen den Ansätzen in Schweden und Dänemark ein. Bei der Darstellung der unterschiedlichen Aspekte wird immer ein Abgleich mit der deutschen Herangehensweise vorgenommen. Anschließend werden sie sich auf die Rolle des Sozialarbeiters in der Arbeit mit ausländischen Klient:innen im Jobcenter konzentrieren. Schließlich werden sie den Fokus noch weiter eingrenzen und einen Workshop über die Arbeit mit Flüchtlingen mit psychosozialen Problemen wie Traumata, Schlafstörungen, Problemen in der Familiendynamik usw. durchführen.

Die beiden ersten Tage werden in englischer Sprache abgehalten.

An den beiden weiteren Tagen wird Frau Sarah Saf (Trainerin und Coachin für interkulturelle Kompetenzen, Trainerin Social Justice und Diversity, Traumazentrierte Fachberaterin) im Zusammenwirken von fachlichen Inputs und aktiven Übungen die Themen „Interkulturalität, interkulturelle Öffnung, interkulturelle Kompetenzen“ fokussieren. Im Vordergrund steht hierbei die Sensibilisierung für einen bewussten und wertschätzenden Umgang mit Diversität, die Auseinandersetzung mit Mehrheits- und Minderheitsverhältnissen sowie (hypothetischen) kulturellen Differenzen. Neben der Vermittlung von Fachwissen und aktuellen Entwicklungen wird  durch Fallbeispiele und Übungen ein konkreter Praxisbezug hergestellt und die Handlungsstrategien der Teilnehmenden erweitert.

Die Weiterbildung bietet Orientierung und Handlungssicherheit in den Bereichen Diversität, Interkulturalität und interkulturelle Kompetenzen für Fachkräfte die im Sozial- und Gesundheitswesen tätig sind.

Inhalte

  • Überblick über einen europäischen, skandinavischen und dänischen Ansatz für die Arbeit mit Migrations- und Integrationsfragen
  • Migrationspolitik
  • Arbeit mit Flüchtlingen mit psychosozialen Problemen wie Traumata, Schlafstörungen, Problemen in der Familiendynamik
  • Interkulturalität, interkulturelle Kompetenzen und interkulturelle Öffnung
  • Sensibilisierung und Qualifizierung für diversitätsorientiertes Arbeiten
  • Reflexion bei der Begleitung von institutionellen und individuellen Erfahrungs- und Entwicklungsprozessen

Weitere Infos
zur Weiterbildung

Insgesamt gliedert sich die Weiterbildung in 6 inhaltliche Blöcke an 4 Tagen, die Kurszeiten sind jeweils von 09.15 bis 16.45 Uhr. Die Weiterbildung findet in Präsenz an der Flieder Fachhochschule statt.

Der Kurs findet voraussichtlich erneut im März 2023 statt, nach abgeschlossener Planung werden die Termine an dieser Stelle veröffentlicht.

Die Teilnahmegebühren belaufen sich auf insgesamt 680 Euro. Sie beinhalten sämtliche Beiträge für Lehrveranstaltungen und ausgegebene Lehrmaterialien.

Für Studierende der FFH sowie für Kooperationspartner:innen im Rahmen der dualen Studiengänge gibt es eine Ermäßigung von 10%.

Es gelten die AGB der Weiterbildung.

Die Weiterbildung wird als Wahlpflichtmodul im Rahmen des Studiengangs Master of Business Administration im Sozial- und Gesundheitsmanagement angeboten.

Adressatinnen/Adressaten
& Anmeldung

Die Zielgruppe der Weiterbildung sind Fach- und Leitungskräfte im Sozial- und Gesundheitswesen.

Eine akademische Ausbildung im Sozial- oder Gesundheitswesen ist wünschenswert.

Beratung
& Fragen

Der Kurs findet voraussichtlich erneut im März 2023 statt. Gerne informieren wir Sie nach abgeschlossener Planung über die genauen Termine, tragen Sie dafür Ihren Namen und E-Mailadresse in das unten stehende Formular ein.

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Bei Fragen zur Zulassung wenden Sie sich gerne an:

Christian Consten-Vits

Referent Rektorat

0211 409 3292

Raum 0.10 (Feierabendhaus III)

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0211 409 3232
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