Was tun?
Handlungspraxis und -verantwortung in der Kulturellen Bildung

12. Tagung des 
Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung

15. September 2021 (Forschungskolloquium)
16. September 2021 (online)
16.– 17. September 2021 (Fliedner Fachhochschule Düsseldorf)

Tagungsthema

Menschliches Handeln scheint als alltägliches Phänomen selbstverständlich. In Forschung zu Kultureller Bildung, die sich in spezifischen Handlungen vollzieht, gilt es Selbstverständlichkeiten zu reflektieren. Insofern ist es von fundamentaler Bedeutung, wie in der Kulturellen Bildung Handeln eigentlich verstanden wird.

Die 12. Netzwerktagung fragt daher,

  • wie explizite und implizite Handlungsverständnisse in der Kulturellen Bildung thematisiert werden
  • wie kulturelle Bildungspraktiken angesichts komplexer Bedingungen entworfen, vollzogen und reflektiert werden
  • wie kulturelle Bildungspraktiken erforscht werden.

 

Mit der programmatischen Formulierung „Was tun?“ wird zudem eine individuelle wie kollektive Handlungsverantwortung fokussiert, und kritische, insbesondere diskriminierungskritische und postkoloniale Aspekte, sollen reflektiert werden.

Fokus
frühkindliche Kulturelle Bildung

Die Tagung findet in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Frühkindliche Kulturelle Bildung statt.  Das Netzwerk Frühkindliche Kulturelle Bildung setzt sich dafür ein, dass hochwertige kulturelle Bildung zum Alltag eines jeden Kindes gehört. Dafür bringt es bundesweit Akteuren und Akteurinnen verschiedener Bereiche zusammen, bündelt Kompetenzen, befördert Diskurse und regt notwendige Strukturentwicklungen an. Es wird durch die Robert Bosch Stiftung gefördert, Trägerin ist die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung. www.netzwerk-fkb.de

Programm 16. Sept. 2021
Digitalteil

Donnerstag, 16. September | online*

ab 08.45 Uhr Onboarding
09.00 Uhr Tagungseröffnung online
fast networking | Tina Gadow
Begrüßung | Claudia Roßkopf // Fabian Hofmann
09.40 Uhr Keynote online
Oliver Marchart: Womit beginnen? Aspekte einer radikaldemokratischen Kulturellen Bildung
10.40 Uhr Pause
11.00 Uhr Parallele Programmpunkte online:

  • Forschungscluster Interaktion und Partizipation | Kerstin Hallmann // Fabian Hofmann
  • Forschungscluster Lebensalter | Ulrike Gerdiken // Sarah Kuschel
  • Forschungscluster Inklusion | Juliane Gerland // Katharina Witte
  • Forschungscluster Cultural Practices – Learning through and in the Arts | Naomi Andrew Haruna // Meike Lettau // Katrin Lohbeck
  • Netzwerk Frühkindliche Kulturelle Bildung | Natalie Kronast // Christine Raudies // Wilhelm Klein // Barbara Lindemann // Sabine Hebenstreit-Müller // Anke Dietrich 

Programm 16. Sept. 2021
Präsenzteil

Donnerstag, 16. September | Fliedner Fachhochschule Düsseldorf, Luise-Fliedner-Haus, Geschwister-Aufricht-Straße 3, 40489 Düsseldorf **

16.00 Uhr Auftakt vor Ort
Begrüßung | Ralf Evers // Claudia Roßkopf // Fabian Hofmann // Anke Dietrich // Victoria Krause
16.45 Uhr Einführung in das Tagungsthema | Fabian Hofmann
17.30 Uhr Pause
18.00 Uhr Podiumsdiskussion*** | Anke-Jenny Engler // Isabel Pfeiffer-Poensgen // Werner Thole // Moderation: Hans Dieter Heimendahl
20.00 Uhr Abendessen mit Begleitprogramm

Programm 17. Sept. 2021
Präsenzteil

Freitag, 17. September | Fliedner Fachhochschule Düsseldorf, Feierabendhaus III, Geschwister-Aufricht-Str. 9, 40489 Düsseldorf **

09.00 Uhr Begrüßung
09.15 Uhr

Parallele Panels & Labore

Panel 1 (Handlungsrahmen)

  • Lea Heiligtag | Visuelle Selbstinszenierungen angehender Lehrer/-innen für Sozialpädagogik & die Praxis der Freiheit im Zoom-Meeting
  • Miriam Schmidt-Wetzel | Emergency Remote Art Education Reflexion eines Forschungsprojekts mit Studierenden zu kunstpädagogischen und ästhetisch-kulturellen Vermittlungspraxen im Ausnahmezustand
  • Anja Gebauer | Hacken, Remixen, Browsen – digitale Handlungsformen in einer musealen Vermittlungssituation

 

Panel 2 (Handlungspraxen)

  • Serafina Morrin | Ästhetisch-theatrale Handlungspraxis als symbolisches, performativ-materielles und imaginäres Ereignis
  • Stefan Gebhard | Künstlerische Praxis zwischen Kunst, Ökonomie & Bildung. Praxeographische Forschung zur Arbeit von Künstler/-innen an Schulen
  • Isabel Wullschleger | Interaktionsraum musikbezogener Handlungspraxen
  • Christin Lübke| Körperlich Handeln, bis Kunst entsteht – Performancekunst im Kunstunterricht praxeologisch betrachtet

 

Labor 1

  • Nadia Bader // Magdalena Eckes // Katja Hoffmann // Paula-Marie Kanefendt | Die Bedingtheit individuellen kunstpädagogischen Handelns in der Auseinandersetzung mit ambivalentem Material

 

Labor 2

Ismail Karayakupoglu | Sprachnischen schaffen

10.45 Uhr Pause
11.15 Uhr

Parallele Panels & Labore

Panel 3 (Kooperation)

  • Johanna Borchert // Franka Luise Deister | „Wer macht was?“– Schnittstellen, Differenzen und Kontinuitäten von Rollenverständnissen in inter- und transprofessioneller Zusammenarbeit bei Kooperationsprojekten Kultureller Bildung in schulischen Kontexten
  • Laura Hew // Sophie Vögele | Verweben

 

Panel 4 (Netzwerk) Frühkindliche Kulturelle Bildung

  • Martina Janßen | Verständnisse, Praxen und Erfahrungen von Zeit am Beispiel. Frank trommelt auf den Salzteig
  • Andreas Brenne // Valentina Fernandes | Kreatives Lernen und ästhetische Erfahrungsbildung in kunstpädagogischen Arrangements der frühkindlichen Bildung
  • Juliane Gerland | Musicking Children Über Video-Interaktionsanalyse als Forschungsmethode im Feld musikalischer Bildung

 

Panel 5 (Themencluster) Cultural Practices – Learning through and in the Arts

  • Susan Tanwie | A Video for Development Paradigm for Cultural Sustainability in a Child Friendly Space
  • Lucky James | Transmitting Cultural Education for Primary Pupil Via Digital Storytelling in Nigeria
  • Meike Lettau | Kulturelle Bildung zur Förderung von sozialem Zusammenhalt in Konfliktsituationen in Westafrika

 

Labor 3

Katharina Brönnecke // Maria Hosein-Habibi | Lost in translation

12.45 Uhr Mittagessen
13.45 Uhr

Parallele Panels & Labore

Labor 4

  •  Nikola Dicke | Spielen und Spiele-Erfinden als riskante und reflexive Kulturelle Bildungspraxis im ländlichen Raum

 

Labor 5

  • Karin Kraus | Wie kann die Reflexion ko-konstruktiver Zusammenarbeit von Fachkräften des Frühbereichs mit Kunst- und Kulturvermittelnden sowie Kunstschaffenden angeregt und professionalisiert werden?

 

Panel 6 (Handlungsverantwortung)

  • Saskia Bender // Nils Rennebach | Deutung und Handlugsmacht – Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen
  • Lea Spahn | Trans-Korporalität – Kulturelle Bildungspraxis im Zeitalter planetarer Politik
  • Susanne Bücken // Norbert Frieters-Reermann // Marion Gerards | Kulturelle Bildung rassismuskritisch befragt – von der Diskursforschung zur Handlungsverantwortung

 

Panel 7 (Begriffe und Methodik)

  • Katharina Nuss // Margot Belet // Jannis Burkhard | Was tun? … wenn man für ein Monitoring-Instrument bestimmen möchte, was kulturelle Bildung ist
  • Johanna Borchert // Nora Leinen-Peters | Lombardi statt Liszt im Musikunterricht? Eine praxeologische Perspektive auf die Teilhabe kultureller Praxen am Begriff Kultureller Bildung

Nazfar Hadji | Ethnografie in der Anwendung – Musiklernen im familiären Alltag              

15.15 Uhr Pause
15.45 Uhr Tagungskommentar
16.15 Uhr Tagungsabschluss
17.00 Uhr Tagungsende

* Die Zugangsdaten werden nach Anmeldung zugesandt.

** Informationen zu Hygienemaßnahmen und Testmöglichkeiten finden Sie hier. Der Präsenztag (Fr 17.9.2021) wird mit einem Tagungsband und einer Video-Zusammenfassung so dokumentiert, dass er im Nachhinein für alle zugänglich ist.

*** Die Podiumsdiskussion findet in der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf statt und wird später – für alle zugänglich – von Deutschlandfunk Kultur übertragen.

Tagungsband  

Ausgewählte Beiträge werden in einem Tagungsband sowie auf der Wissensplattform KULTURELLE BILDUNG ONLINE publiziert.

Scientific Committee  

Ulaş Aktaş
Carolin Ehring
Nadine Madeira Firmino
Kiwi Menrath
Claudia Roßkopf
Nicole Elisabeth Schillinger
Eric Sons
Nina Stark
Thomas Wilke

Organisatorisches

Die Tagung ist um Barrierefreiheit bemüht; sollten Sie Informationen oder Unterstützung benötigen, wenden Sie sich gern an das Tagungsteam.

Für diejenigen Teilnehmer, die die Online- und die Präsenzveranstaltung besuchen, besteht die Möglichkeit, das Online-Programm vor Ort gemeinsam zu verfolgen und das frei verfügbare WLAN an der Fliedner Fachhochschule zu nutzen. Kontaktieren Sie hierzu gern das Tagungsteam.

Corona-Hinweise

Diese Hinweise gelten nach Maßgabe der Coronaschutzverordnung NRW in der ab 12. Juni 2021 gültigen Fassung.

Eine Teilnahme ist nur mit negativem Schnelltest möglich. Dieser Nachweis muss bei der Ankunft vorgelegt werden; am zweiten Tagungstag ist kein neuer Test notwendig.

Wer sich direkt vor Ort testen lassen möchte, findet das Corona Testzentrum „Im Restaurant Tonhalle Düsseldorf“  ca. 15 min. fußläufig vom Tagungsort. Anmeldung zum Test online hier: Corona Testzentrum Im Restaurant Tonhalle Düsseldorf, Labor in Düsseldorf (doctolib.de).

Bei einer Inzidenz ab 10 besteht auf der Tagung die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Dies entfällt beim Essen und Trinken sowie für die Vortragenden.

Zur Kontaktnachverfolgung wird bei den Programmpunkten jeweils ein Sitzplan angefertigt; dann ist kein Mindestabstand notwendig. Bei allen anderen Aktivitäten ist der Mindestabstand zu beachten.

Desinfektionsmittel und Informationen über Schutzmaßnahmen werden bereitgestellt. Kontaktflächen werden regelmäßig gereinigt. Wir achten auf regelmäßiges Lüften.

Anreise und
Übernachtung

  • Das 4**** Hotel Mutterhaus liegt direkt neben dem Tagungsort auf dem historischen Gelände der Kaiserswerther Diakonie.
  • Vom Hotel am Schwan Düsseldorf  erreicht man die Fachhochschule zu Fuß in ca. 15 Minuten. Unter dem Stichwort „Fliedner“ ist ein Zimmerkontingent für Tagungsteilnehmer/-innen reserviert.
  • Hotel Kaiserswerth & Hotel Ambiente et Art sind in Düsseldorf-Kaiserswerth direkt an der U-Bahn gelegen.

All diese Hotels erreichen Sie einfach mit der U79 direkt vom Hauptbahnhof Düsseldorf oder Hauptbahnhof Duisburg.

Partner

Die Tagung wird veranstaltet vom Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung, Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim und der Professur für ästhetische Bildung und Erziehung in der Kindheit an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf.

In Zusammenarbeit mit:

Netzwerk Frühkindliche Kulturelle Bildung

Deutschlandfunk Kultur

Förderung  

Die Tagung wird gefördert durch die Robert Bosch Stiftung.

 

Awareness-Hinweise  

Wir wollen eine Tagung in guter Atmosphäre veranstalten, die vom rücksichtsvollen Umgang miteinander und diskriminierungskritischen Verhalten aller lebt.

Deshalb bitten wir alle Beteiligten um achtsames und diskriminierungssensibles Handeln und um Berücksichtigung der folgenden Anmerkungen:

  • Wir achten auf unseren Sprachgebrauch. Näheres zu diskriminierungskritischer Sprache finden Sie hier.
  • Wir vermeiden Verallgemeinerungen und Stigmatisierungen.
  • Insbesondere sind diskriminierende Äußerungen über Herkunft, Aussehen, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Alter oder religiöse Weltanschauung untersagt.
  • Wir lassen einander ausreden, außer bei oben genannten Diskriminierungen.
  • Wir lassen betroffene Personen entscheiden, ob Diskriminierung stattgefunden hat oder nicht.

Als Rückzugsraum kann das Studicafé im Luise-Fliedner-Haus (Raum 1.09) und im Feierabendhaus III (Raum 0.01) genutzt werden.

Wir bieten als Ansprechpartnerin während der Tagung an:

Nina Stark
Tel. 0211 409 3294
stark@fliedner-fachhochschule.de  

Mit der Anmeldung zur 12. Netzwerktagung erklären sich alle Teilnehmenden mit diesen Anmerkungen einverstanden.

Kontakt  

Fliedner Fachhochschule Düsseldorf

Victoria Krause

krausevi@fliedner-fachhochschule.de

Sollten Sie kurzfristig noch am Fachtag teilnehmen wollen, senden Sie bitte eine E-Mail an Victoria Krause.

Kosten

  • Digitalteilnahme: 20 Euro
  • Digitalteilnahme für Clustersprecher/-innen und Referent/-innen: kostenlos
  • Digital- und Präsenzteilnahme: 80 Euro
  • Digital- und Präsenzteilnahme ermäßigt*: 60 Euro
  • Digital- und Präsenzteilnahme für Clustersprecher/-innen und Referent/-innen: kostenlos

*Ermäßigung gilt für Studierende, Erwerbslose und Sozialhilfeempfänger/-innen, Schwerbehinderte, Auszubildende bzw. Volontäre und Volontärinnen, Referendare und Referendarinnen, Bundesfreiwilligendienstleistende und freiwillig Wehrdienstleistende

Es gelten die AGB des Fachtags.