Im Projekt PSI-Bund wird ein bundesweites Kern-Set von Indikatoren zur Patientensicherheit (PSI) und Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) entwickelt. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Akteuren, zum Beispiel Patientenvertreter:innen, Vertreter:innen wissenschaftlicher und medizinischer Fachgesellschaften, Expert:innen zum Thema Patientensicherheit und politischen Akteuren.

Die erste, englischsprachige Publikation beschreibt die Entwicklung eines konzeptionellen Rahmens zur Priorisierung von Patientensicherheitsfaktoren für das Kern-Set. Des Weiteren wird die Erstellung einer Entscheidungshilfe für die bedarfsorientierte Anpassung des Kern-Sets im Hinblick auf einen Krisenfall beschrieben, sowie die Erarbeitung von Implementierungsfaktoren für eine erfolgreiche und nachhaltige Implementierung des Kern-Sets in das Gesundheitssystem.

Konsortialführung des Projektes ist das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS).  Das Projekt wurde von Dr. Ruth Hecker (APS) initiiert. Die Fliedner Fachhochschule ist als Konsortialpartner unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Silke Kuske beteiligt. Weitere Konsortialpartner sind die Philipps-Universität Marburg und die Technische Universität Dresden. Zentrale Kooperationspartner im PSI-Bund Projekt sind die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Selbsthilfe, sowie die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF). Das Projekt wird durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert.

Die Publikation mit dem Titel “Patient Safety Indicator Sets: Prioritization, Decision-Making Considering Healthcare Resilience, and Implementation Success” erschien in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift “INQUIRY: The Journal of Health Care Organization, Provision, and Financing” und ist frei verfügbar unter: https://doi.org/10.1177/00469580261417598