Fünf Fäuste treffen sich über einem Tisch zur symbolischen Teamgeste

Skills für pädagogische Grenzsituationen (CAS)

Profil

Intensivpädagogische Arbeit stellt Fachkräfte oft vor besondere Herausforderungen. Das Certificate of Advanced Studies (CAS) Skills für pädagogische Grenzsituationen vermittelt Ihnen vertieftes Wissen und praktische Handlungskompetenz im Umgang mit (ver-)störenden Verhaltensweisen junger Menschen.

Sie lernen, komplexe Fallverläufe zu steuern, Teams professionell zu beraten und Methoden der Deeskalation und Gewaltprävention wirksam einzusetzen – auf sozialräumlicher, institutioneller und interaktiver Ebene. Darüber hinaus erwerben Sie Kompetenzen in Selbstreflexion, Team- und Mitarbeitendensicherheit sowie ein vertieftes Verständnis für die Entstehung und Funktion herausfordernder Verhaltensweisen.

Das CAS richtet sich an (angehende) Fach- und Leitungskräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Schulen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen, die ihre Handlungssicherheit in der Intensivpädagogik gezielt ausbauen wollen.

Im CAS erwerben Sie 24 ECTS, die vollständig auf den Master of Advanced Studies (MAS) Intensivpädagogik sowie auf den akademischen Masterstudiengang Soziale Arbeit angerechnet werden können. Besonders flexibel: Wenn ein erster akademischer Abschluss vorliegt, ist ein direkter Einstieg ins dritte Semester des fünfsemestrigen Masters möglich. Der MAS setzt keinen Hochschulabschluss voraus.

Aufbau & Inhalte

Jeder Zertifikatskurs (CAS) beginnt mit einem Onboarding-Termin, der Ihnen einen ersten Überblick vermittelt und Sie auf die bevorstehenden Inhalte sowie die Arbeitsweise vorbereitet.

Der Kurs ist in drei thematische Blöcke gegliedert, die jeweils als Nano-Module gestaltet sind. Jedes Modul umfasst zwei Online-Seminare und vier Präsenztage.

Ergänzt wird das Programm durch flexible Selbstlernphasen, in denen Sie Fachliteratur lesen, Aufgaben bearbeiten und sich auf die kommenden Module vorbereiten. In Peer-Gruppen haben Sie zudem die Möglichkeit, sich mit anderen Teilnehmenden auszutauschen und das Gelernte gemeinsam zu reflektieren.

Das Zertifikatsstudium schließt mit einem unbenoteten Lernportfolio ab, das Beiträge aus den Nano-Modulen bündelt – mit Fokus auf Praxisbezug, Reflexion und wissenschaftliche Fundierung, ohne klassische Prüfungen.

Theorien und empirischer Forschungsstand Gewalt

Schwerpunkt: Gewalt gegen Fachkräfte/ in Institutionen

Institutionelle und sozialräumliche Strategien der Krisen- und Gewaltprävention

Kommunikative und situative Handlungskompetenzen im Umgang mit Krisensituationen

Theoretische Modelle und empirische Erkenntnisse der modernen (interdisziplinären) Entwicklungswissenschaften

Theoretische Modelle und empirische Erkenntnisse zu (ver-)störenden Verhaltensweisen, Beeinträchtigungen der sozial-emotionalen Entwicklung und psychischen Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters

Bewältigungs- und resilienzorientierte Perspektiven auf die pädagogische Arbeit

Theoretische Modelle und empirisches Wissen über Belastungen und Entlastungen in (intensiv-)pädagogischen Handlungsfeldern

Reflexionsangebote und Coaching bezüglich der eigenen pädagogischen Haltung in Krisen und Krisensituationen

Methoden und Konzepte des Mitarbeiter:innenschutzes und der Mitarbeiter:innengesundheit auf den Ebenen Team, Organisation und Beratung

Qualifikationsziele

  • Sie werden befähigt, kommunikativ und situativ mit Krisensituationen umzugehen.
  • Sie kennen Theorien und Forschungsbasis zu gewaltförmigen Handlungsweisen auf den verschiedenen Ebenen.
  • Sie können Strategien und Methoden der Krisenintervention und Gewaltprävention anwenden.
  • Sie kennen Ihre pädagogische Haltung in Krisensituationen und können diese reflektieren.
  • Sie kennen verschiedene Ansätze entwicklungswissenschaftlicher Grundlagen (ver-)störender Verhaltensweisen und ihrer Bewältigung.
  • Sie sind in der Lage, Strategien des (emotionalen) Mitarbeiter:innen-Schutzes zu implementieren.

Termine & Kosten

Onboarding
Do., 26.03.2026 18:00 – 21:00 Uhr (Online)

Nano-Modul: De-Eskalation und Gewaltprävention
Do., 16.04.2026 18:00 – 21:00 Uhr (Online)
Fr., 17.04.2026 10:00 – 18:00 Uhr (Präsenz)
Sa., 18.04.2026 10:00 – 18:00 Uhr (Präsenz)

Do., 21.05.2026 18:00 – 21:00 Uhr (Online)
Fr., 22.05.2026 10:00 – 18:00 Uhr (Präsenz)
Sa., 23.05.2026 10:00 – 18:00 Uhr (Präsenz)

Nano-Modul: Verstörende Verhaltensweisen im Kindes- und Jugendalter
Do., 07.05.2026 18:00 – 21:00 Uhr (Online)
Fr., 08.05.2026 10:00 – 18:00 Uhr (Präsenz)
Sa., 09.05.2026 10:00 – 18:00 Uhr (Präsenz)

Do., 18.06.2026 18:00 – 21:00 Uhr (Online)
Fr., 19.06.2026 10:00 – 18:00 Uhr (Präsenz)
Sa., 20.06.2026 10:00 – 18:00 Uhr (Präsenz)

Nano-Modul: Mitarbeiter:innensicherung und Self-Care
Do., 11.06.2026 18:00 – 21:00 Uhr (Online)
Fr., 12.06.2026 10:00 – 18:00 Uhr (Präsenz)
Sa., 13.06.2026 10:00 – 18:00 Uhr (Präsenz)

Do., 09.07.2026 18:00 – 21:00 Uhr (Online)
Fr., 10.07.2026 10:00 – 18:00 Uhr (Präsenz)
Sa., 11.07.2026 10:00 – 18:00 Uhr (Präsenz)

Die Kosten pro CAS belaufen sich auf 2.550 Euro.

Zielgruppe

Mitarbeitende, die in Kinder- und Jugendhilfe, Schule oder Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung arbeiten, in denen sie mit jungen Menschen mit (ver-)störenden Verhaltensweisen konfrontiert sind – sowohl in der täglichen (Betreuungs-)Arbeit als auch in Leitungspositionen oder in der Fallsteuerung/ Case-Management; Studierende, die einen Master of Arts Soziale Arbeit anstreben

Dozierende

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. phil. habil. Menno Baumann

Weitere Dozierende:
Lehrbeauftragte aus einschlägigen Praxisfeldern, die sich in wissenschaftlichen Qualifizierungsphasen befinden (v.a. Forschungsbereich Interdisziplinäre Gewaltforschung des Forschungsinstitutes der Fliedner-Fachhochschule)

Anmeldung

Es gelten die AGB für Weiterbildungen der Fliedner Fachhochschule.

Anrechenbarkeit

Dieser Zertifikatskurs (CAS) ist Teil des Master of Advanced Studies (MAS) Intensivpädagogik.

Die erlangten ECTS können vollständig auf den Master of Advanced Studies (MAS) sowie die akademischen Master Soziale Arbeit, M.A. angerechnet werden.

Beratung & Fragen

Sie haben allgemeine Fragen oder möchten einen Beratungstermin vereinbaren:

Miriam Nikula, Mitarbeitende an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf

Miriam Nikula

Marketing Managerin

0211 409 3255

Raum 3.14

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Für eine fachliche Beratung wenden Sie sich gerne an:

Menno Baumann, Mitarbeitende der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf

Prof. Dr. phil. habil. Menno Baumann

Lehrgebiet: Intensivpädagogik, Soziale Arbeit - Schwerpunkt Kinder- und Jugendhilfe

0211 409 3249

Raum 1.14 (Feierabendhaus III)

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Wir beraten persönlich Die FFH Studienberatung
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Info Hotline: 0211 409 3800