Am 21. November 2025 findet in Berlin die Vorstandswahl für das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) statt. Prof. Dr. Silke Kuske kandidiert als Beisitzerin und spricht mit uns über ihre Motivation zur Kandidatur und wie sie zum weiteren Erfolg des APS beitragen möchte.

Frau Kuske, was motiviert Sie zu kandidieren?

„Ich bin dem APS e.V. seit fast 20 Jahren als Mitglied sehr verbunden. Patientensicherheit ist ein unabdingbares Kernelement qualitativ hochwertiger Versorgung. Wissenschaft und Praxis bieten viele gute Ansätze zu deren Verbesserung. Was häufig fehlt, ist eine erfolgreiche und nachhaltige Implementierung. Ich möchte mich besonders dafür einsetzen, dass die Praxis und Forschung voneinander profitieren können und somit die Implementierung von Innovationen im Bereich der Patientensicherheit verbessert wird. Dies ist nur durch eine frühzeitige und konsequente Beteiligung aller Akteure aus Praxis, Forschung und Politik möglich. Es geht darum, die Öffentlichkeits- und Wissenschaftskommunikation so zu verbessern, dass die Politik dringende Bedarfe rechtzeitig erkennt, sowie effektive und effiziente Lösungswege initiieren kann. Ein gutes Zusammenspiel von Politik und Akteuren aus Forschung und Praxis führt zu nachhaltigerer Implementierung in der Praxis.

Wie möchten Sie im Vorstand wirksam werden?

„Ich bringe die Expertise mit, unterschiedliche Akteure zusammen zu bringen, um neue Wege für die Patientensicherheit zu erschließen und auszuprobieren. Ich sehe ein Mitwirken im Vorstand als gute Möglichkeit, Projekte zur Patientensicherheit, die Praxis und Wissenschaft miteinander verbinden, im Sinne des Innovationstransfers nachhaltig umzusetzen. Hierbei ist Patientensicherheit und deren erfolgreiche Implementierung bereits ein fester Bestandteil meines Forschungsbereichs ,Versorgungs- und Implementierungsforschung‘ am Forschungsinstitut der Fliedner Fachhochschule. Es geht im Kern darum, alle Akteure des Gesundheitssystems dazu zu befähigen, eigenständig und evidenzbasiert Maßnahmen zur Patientensicherheit weiterzuentwickeln und erfolgreich zu implementieren.“

Wie sehen Sie abschließend die Zukunft der Patientensicherheit im APS?

„Ich beobachte seit Jahren, dass viele gute Ideen und Erkenntnisse zur Verbesserung der Patientensicherheit vorliegen, deren Verbreitung und deren Implementierung jedoch oftmals nicht nachhaltig gelingt. Dies möchte ich mit meiner Expertise gerne verändern.“