2. Fachtag EMSIDE an der Fliedner Fachhochschule mit vielen interaktiven Workshops

Am 4. Juni 2019 fand in der Fliedner Fachhochschule in Düsseldorf Kaiserswerth der zweite Fachtag des Projektes EMSIDE (Emotionale Sicherheit im Kontext von Demenz im öffentlichen Lebensraum) statt. Die Ziele des Modellprojektes sind es, Bedingungen emotionaler Sicherheit zu identifizieren sowie Handlungsempfehlungen abzuleiten. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an hauptamtlich und ehrenamtlich Tätige als auch an alle Interessierten und ist ein gemeinsamen Projekt des Caritasverbandes Mettmann, der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW und der Fliedner Fachhochschule als Partner für die wissenschaftliche Forschung.

Neben verschiedenen Vorträgen wurden auf dem 2. Fachtag EMSIDE auch fünf informative und zugleich interaktive Workshops angeboten:

  • Gemeinsam forschen? – Möglichkeiten sozialräumlicher Methoden (Moderation: Prof. Dr. Christian Bleck)
  • Teilhabe und Demenz? – Grenzen, aber vor allem Möglichkeiten des Miteinanders (Moderation: Nina Lauterbach-Dannenberg)
  • Emotionale Sicherheit bei Demenz – was bedeutet das für mich? (Moderation: Dr. Ursula Becker)
  • Teilhabe bei Demenz – Heute schon bei uns möglich? (Moderation: Silke Lua)
  • Begegnungen ermöglichen – Möglichkeiten zum informellen Austausch (Moderation: Anika Hagedorn)

Der Workshop „Gemeinsam forschen? – Möglichkeiten sozialräumlicher Methoden“ unter Moderation von Prof. Dr. Christian Bleck der Hochschule Düsseldorf ist im Rahmen von Forschung und Lehre besonders zu erwähnen. Dieser Workshop wurde mit den Studierenden des zweiten Semesters des Masterstudiengangs Berufspädagogik Pflege und Gesundheit dezidiert, im Nachvollzug partizipativer Methoden unter Begleitung der Lehrbeauftragten Sandra Grobosch für den 2. Fachtag EMSIDE entwickelt und durchgeführt. Die Partizipation von unterschiedlichen Interessensgruppen im Rahmen der Forschung stand im Fokus. Die Methoden wurden erprobt und vor dem Hintergrund der Fragestellung zur Partizipation im Kontext von Demenz kritisch diskutiert. Es zeigte sich, dass die eigens adaptierten Methoden basierend auf der „Nadelmethode“, „Autografie“, „Subjektive Landkarten“ und des „Stadteilspaziergangs“ stark zur Partizipation und Kommunikation anregen konnten. Es wurde empfohlen, dass weitere Daten für tiefere Analysen zu den identifizierten Themen emotionaler Sicherheit, durch weitere Methoden wie Interviews und Beobachtung ergänzt werden sollten.