Die Sozialiät Kultureller Bildung. Methodische Zugänge, methodologische Reflexionen und theoretische Perspektiven

Titel

Die Sozialiät Kultureller Bildung. Methodische Zugänge, methodologische Reflexionen und theoretische Perspektiven

Bearbeiter/-innen

Prof. Dr. Fabian Hofmann

Laufzeit

2019 bis 2025

Kooperationspartner

Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss, Universität Hildesheim

Kurzbeschreibung

Handlungszusammenhänge Kultureller Bildung umfassen in der Regel mehrere Menschen – daher muss Kulturelle Bildung in ihrer Sozialität gedacht werden. Sowohl empirische Forschungsprojekte als auch bildungstheoretische Konzeptionen fokussieren bisher jedoch meist einzelne Subjekte, und der Zusammenhang mit anderen und anderem gerät kaum in den Blick. Wie kann also die Sozialität Kultureller Bildung angemessen erforscht und begrifflich-konzeptuell gefasst werden?

Dieser Frage geht das Forschungsprojekt nach. Es versucht einerseits, empirisch der Sozialität Kultureller Bildung nachzuspüren. Und es entwickelt andererseits methodische, methodologische und theoretische Perspektiven einer Sozialität Kultureller Bildung. Zunächst werden drei empirische Zugänge verfolgt: ein phänomenologischer Zugriff auf die Sozialität Kultureller Bildung im Sinne einer Lebenswelt (Schütz, Mayring), ein wissenssoziologischer Zugriff auf die Sozialität Kultureller Bildung als gemeinsames, implizites Wissen (Mannheim, Bohnsack), und ein ethnomethodologischer Zugriff auf die Sozialität Kultureller Bildung als soziale Praxis und Leistung (Garfinkel, vom Lehn). Anschließend werden die Erkenntnisse aus diesen Projekten methodologisch reflektiert und mit Donna Haraway zugespitzt, die ein spezifisches Verständnis von prozessualer Sozialität von Menschen und nicht-menschlichen Aktant:innen vorschlägt. Daraus ergeben sich theoretische Perspektiven, bei denen ontologische, epistemologische und praxeologische Fragen in ihren Verschränkungen zu verfolgen sind. Auch ethisch-politische Konsequenzen – bisher in der Kulturellen Bildung noch zu wenig theoretisch verankert –, beispielsweise in Hinblick auf Partizipation, werden entwickelt.

Insgesamt wird ein Verständnis der Sozialität Kultureller Bildung als Mit-Werden erarbeitet, das prozessual und performativ ist und auch Nicht-Menschliches mit einbezieht. Für die Kulturelle Bildung entsteht so ein Begriff und empirischer Zugang zu ihrer Sozialität, ihrer gesellschaftlichen Relevanz und ihrem kritischen Potenzial.

Mittelgeber/Förderer

Interne Forschungsförderung (Teilprojekt)