KI und Virtual Reality in der Pflege- und Gesundheitsbildung: 3. Fachtag Berufspädagogik Rund 100 Teilnehmende tauschten sich über digitale Lehr- und Lernkonzepte aus
Künstliche Intelligenz erstellt innerhalb von Sekunden Unterrichtsentwürfe, Auszubildende informieren sich zunehmend über ChatGPT statt im Lehrbuch, und Virtual-Reality-Brillen ermöglichen Simulationen, die noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar waren. Die digitale Transformation ist längst im Alltag der Pflege- und Gesundheitsbildung angekommen. Für Schulen stellt sich dabei nicht mehr die Frage, ob digitale Technologien genutzt werden, sondern wie sie pädagogisch verantwortet und didaktisch fundiert eingesetzt werden können.
Vor diesem Hintergrund fand am 28. Februar 2026 an der Fliedner Fachhochschule der 3. Fachtag Berufspädagogik unter dem Titel „Digitale Transformationsprozesse in der Pflege- und Gesundheitsbildung – von KI bis VR“ statt. Rund 100 Lehrende, Wissenschaftler:innen, Studierende und Alumni nutzten die Veranstaltung zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung. Organisiert wurde der Fachtag von den Professor:innen der berufspädagogischen Studiengänge, die Moderation übernahm Prof. Dr. Regina Wiedemann.
Enge Kooperation zwischen Hochschule und Praxis
Nach der Begrüßung durch die Rektorin Prof. Dr. Susanne Kröhnert wurde die Die Katholische Schule für Pflegeberufe Duisburg e.V. aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit zur Akademischen Lehrschule der Fliedner Fachhochschule ernannt. Das Zertifikat überreichte die Rektorin gemeinsam mit Prof. Dr. Gabriele Bartoszek. Die Auszeichnung würdigt die kontinuierliche Kooperation in Ausbildung, Studium und Schulentwicklung und unterstreicht die enge Verbindung zwischen Hochschule und beruflicher Praxis.
Impulse zu KI und Virtual Reality
Die Fachvorträge des Vormittags setzten zentrale inhaltliche Akzente. Der Beitrag von Prof. Dr. phil Patrizia Raschper (Hochschule Bielefeld) zum Einsatz von Virtual Reality zeigte, wie immersive Lernumgebungen komplexe berufliche Handlungssituationen realitätsnah erfahrbar machen können. Ein weiterer Vortrag von Hauke Pölert (Theodor-Heuss-Gymnasium Göttingen) widmete sich den Potenzialen und Herausforderungen generativer Künstlicher Intelligenz im Bildungsalltag und stellte didaktische Fragen eines verantwortungsvollen Einsatzes in den Mittelpunkt.
Praxisnahe Workshops und Ausblick
Am Nachmittag vertieften die Teilnehmenden die Themen in sechs Workshops mit praxisnahen Einblicken in den Einsatz digitaler Technologien in der Pflege- und Gesundheitsbildung. Im Fokus standen unter anderem Virtual-Reality-Anwendungen zur Förderung beruflicher Handlungskompetenzen sowie didaktische Einsatzmöglichkeiten generativer KI – etwa beim Prompting, in simulationsbasierten Lernsettings oder bei der Literaturrecherche. Dabei wurde deutlich, wie digitale Werkzeuge Lehr- und Lernprozesse kompetenzorientiert unterstützen und weiterentwickeln können.
Zum Abschluss des Tages wurden zentrale Impulse zusammengeführt und gemeinsam Perspektiven für die weitere Entwicklung berufspädagogischer Konzepte diskutiert.
Der 3. Fachtag Berufspädagogik zeigte eindrucksvoll, dass digitale Innovationen wie Künstliche Intelligenz und Virtual Reality nicht als Selbstzweck verstanden werden müssen, sondern als pädagogisch verantwortete Instrumente die Pflege- und Gesundheitsbildung zukunftsorientiert bereichern können.
Unterstützt wurde die Veranstaltung von Studierenden des Bachelorstudiengangs Berufspädagogik, die sich um Organisation und Betreuung der rund 100 Gäste kümmerten.
