Aufbau
und Inhalte
Die Anforderungen an die pädagogische Qualifikation der Lehrerinnen und Lehrer sind in diesem Bereich in den letzten Jahren zusehends angestiegen. Im Februar 2011 verlautbarte das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, dass die hauptberuflichen Leitungen und die hauptberuflichen Lehrkräfte von Pflegeschulen zukünftig über den Masterabschluss einer Universität oder Fachhochschule verfügen sollen. Das Niveau der Lehrerbildung für Gesundheits- und Pflegeberufe wird so dem Niveau der klassischen Lehrerausbildung angeglichen. Der hohe Bedarf an akademisch ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern mit Masterabschluss ist damit deutlich absehbar.
Mit dem Masterstudiengang bietet die Fliedner Fachhochschule eine wissenschaftliche Qualifizierung in der Lehrerbildung für Pflege und Gesundheit an. Der Masterstudiengang an der Fliedner Fachhochschule baut klassisch primär auf einem Bachelorstudium Pflegepädagogik oder einem entsprechenden Diplomstudium auf, mittlerweile gibt es aber auch die Möglichkeit des Zugangs mit weiteren pflegeaffinen Bachelorabschlüssen. In den verschiedenen Studienvarianten (abhängig vom vorangegangenen Bachelorabschluss) wird im Hinblick auf die angezielte Lehrertätigkeit spezialisiert, vertieft und erweitert.
Das Studium enthält drei durchgehende Säulen:
- Säule A: Studium der Bildungswissenschaft
- Säule B: Studium der beruflichen Fachrichtung Pflege
- Säule C: Studium der beruflichen Fachrichtung Gesundheit
Jedes Semester hat darüber hinaus einen thematischen Schwerpunkt, in dem jeweils alle drei Säulen vertreten sind:
- Theoretische Konzepte u. Grundformen forschenden Handelns
- Kernkompetenzen und Bezüge der Disziplinen
- Lehren und Lernen in Theorie und Praxis
- Intentionen und Konzeptionen innovierenden Handelns
- Masterarbeit, Kolloquium
Unser Skills Lab bereitet Sie im 4. Fachsemester gezielt auf den Einsatz simulationsbasierter Lehrmethoden in der Pflegeausbildung vor. Unter Anleitung von Simulationsinstruktor:innen werden sowohl bildungstheoretische Grundlagen als auch didaktische Konzepte des Lernens am dritten Lernort vermittelt. Auf Basis der Resonanzpädagogik reflektieren Sie den Einsatz von Simulation im Kontext realer Pflegepraxis. Sie entwickeln anschließend als Lernbegleiter:in eigene Szenarien, gestalten komplette Simulationseinheiten – von Prebriefing bis Debriefing – und erproben diese in verschiedenen Rollen. Den Abschluss bildet ein offizielles Zertifikat zur Simulationsinstruktor:in.
